KUNST

Die Kommunikation zwischen Betrachter und Bild

 

Der Mensch und das was mit ihm beim Betrachten eines Bildes passiert, sind in meinem Fokus. Das Bild als Kommunikator zwischen Mensch und seinem Inneren, zwischen Gefühl und Unterbewusstsein. Wie bereits Paul Watzlawick schrieb: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Wir kommunizieren auch nonverbal und unbewusst.

 

Meine Werke transportieren innere Dialoge, Gefühle und Emotionen der Menschen nach außen. Sie kommunizieren ohne Sprache mit dem Betrachter und fordern ihn auf, sich mit den einzelnen Bildelementen und Bilddetails auseinanderzusetzen.

Bilder werden von verschiedenen Betrachtern unterschiedlich wahrgenommen. Kunst ist für mich das gefühlsbetonte Erleben der Wirklichkeit nicht deren Abbildung.

 

Meine semi-abstrakten Bilder entstehen in mehreren Malschichten. Bei einigen Bildern verwende ich auch Spachtelmasse, um den Untergrund eines Bildes aufzubauen. Zudem wische und/oder kratze ich mit einem Schwamm oder mit einem Spachtel über das Bild, um den Bildaufbau zu intensivieren. Bisweilen benutze ich Farbpinsel voller Farbe, um über das zu entstehende Bild Farbspritzer zu setzen, bis ich das Gefühl habe die Komposition stimmt. Es gab eine Phase, in der ich fast ausschließlich in Rottönen gemalt habe. Momentan schöpfe ich mit Leidenschaft aus dem kompletten Farbenspektrum, wobei die gefühlsbetonte Farbe Rot immer noch einen großen Anteil in meiner Malerei hat.

 

Abschließend noch einen Satz des deutschen Philosophen Walter Benjamin, der mir aus dem Herzen spricht: „Kunst muss etwas im Rezipienten auslösen.“

 

Genau das versuche ich in der Umsetzung meiner Bilder hervorzubringen.

 

Miriam Pietrangeli